Andreas Altmann – Facebook, auch lesbar von Leuten, die keinen FB-account haben.

Warnung: Auf meiner FB-Seite befinden sich grundsätzlich nur Nachrichten, die meine beruflichen Tätigkeiten betreffen. Oder kurze Texte und Stellungnahmen zu aktuellen Ereignissen. Private Hinweise – siehe neu verliebt, neu vergeigt, frisch verwitwet oder Hinweise wie „endlich Abszess an der linken Arschbacke entfernen lassen“, sorry, sie kommen nicht vor.

In loser Folge stehen unter „Aktuell“ auch die „schönste und ruchloseste Mail der Woche“.


Ihr Lieben,
heute wieder die schönste und ruchloseste Mail.

Zuerst ein Wort der Erklärung, weil mir besorgte LeserInnen immer wieder rührige Mitleidsmails schicken, tief besorgt fragen, wie ich das Gebelle der Ruchlosen aushalte.

Nun denn, hier eine kleine Gebrauchsanweisung für all jene, die berühmt werden wollen und es eines Tages ein bisschen sind.

Ich durchlief drei Stufen im Umgang mit den rabiaten Giftzwergen, die sich gern außer Rand und Band zu meinen Büchern äußern.

Von Kollegen weiß ich – ich bin nicht der einzige, der bisweilen niedergebrüllt wird –, dass es sich entweder um hochmoralisch Bigotte handelt, in den meisten Fällen jedoch um notorische Neidhammel, die tiefst in ihrem Busen überzeugt sind, dass sie haushoch eleganter und intelligenter schreiben können als AA, das „schwimmbeckengroße Arschloch“.

Ja, man muss lernen, darauf zu reagieren. Wer das nicht tut, wird leiden. Der Reihe nach.

Erste Stufe, erste Phase:
Ich bellte zurück, zornbebend über die maßlose Frechheit solcher Beleidigungen. Uff, was für ein Tor ich war, Himmel, das ist genau die Reaktion, die der Kläffer (die Kläfferin) beabsichtigt: mich aufs Schlachtfeld locken, um dort weiter auf mich eindreschen zu können. Mein Fehler, ganz uncool, ganz unsouverän.

Zweite Stufe, zweite Phase:
Ich schrieb noch immer zurück, aber jetzt ohne Schaum vor dem Mund, eher ironisch, Witzli machend. Schon cooler, aber noch immer nicht cool.

Dritte Stufe, dritte Phase:
Nicht antworten, nie. Das hat nur Vorteile: Der andere kann sich nicht sicher sein, ob seine / ihre Mail je angekommen ist. Und wenn sie angekommen ist, dann besitzt man – endlich – genug Nerven, sich nicht provozieren zu lassen. Heute, nach so vielen Nachrichten von unhappy Stinktieren, amüsiere ich mich ja, suche mir die allergiftigsten Zeilen heraus und veröffentliche sie.

Remember: Don’t react, don’t comment, just shut up. Was ungemein zum Seelen- und Weltfrieden beiträgt. Hurra, jetzt die beiden Mails vom 12.1.2020, ich danke euch, herzlich, Andreas.

Schönste Mail der Woche / 12.1.2020

Lieber Herr Altmann, willkommen im neuen Jahr, wo sie das auch immer begrüßt haben, ich möchte ihnen unseren Dank aussprechen: im Freundeskreis werden feste immer mit einer kleinen künstlerischen Einlage begangen, damit nicht nur essen und saufen übrig bleibt, so wurden die Gäste gestern aufgefordert, eine kleine Lesung zum Jahreswechsel vorzubereiten. Ich hatte mich für das Kapitel 80 aus „Frauen.Geschichten.“ entschieden. diese wunderbare Stelle über den brasilianischen Denkzwerg und dem kleinen Geschlechtsteilirrtum, lecken vs. lutschen. ich darf berichten: Kein Coelho-Fan war dabei, es war ein Fest! Kapitel 80, Brasilien und Donauwalzer: Szenisch gelesen von einer Dame, und dann nochmals vorgelesen von einem Herrn. die Lachtränen flossen mit dem Schampus. in diesem Sinne, bitte mehr davon in zukunft! und jetzt? auf zum neujahrs-spaziergang, es lacht die Sonne!

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Ruchloseste Mail der Woche / 12.1.2020
(AA: Der Verzweifelte spricht über „Triffst du Buddha, töte ihn!“)

Was für ein pubertäres Gelalle, was für ein Egotrip. Vielleicht haben Sie, Herr Altmann, ein Meistersyndrom, müssen sich zwanghaft toppen und enden nur in Geschwafel und Peinlichkeit. Schade für das Papier, schade um meine Lebenszeit. Darf ich Ihnen, Sie Sprachstotterer, einen Rat geben? Lassen sie es sein, ich könnte endlich aufatmen!