Kritiken zu „Triffst Du Buddha, töte ihn!“

Triffst Du Buddha, töte ihn! Ein Selbstversuch

Triffst Du Buddha, töte ihn!

Badische Zeitung:

Indien für Neugierige. Wieder einmal unterwegs in Indien: Der mit zahlreichen Reportagepreisen ausgezeichnete Reiseschriftsteller Andreas Altmann fährt von Neu Delhi über Varanasi bis nach Lumbini in Nepal. Es wird eine meditative Reise auf der Suche nach den Geheimnissen des Buddhismus. In Indien, sagt Altmann, „gibt es pro Quadratmeter mehr Verrückte als irgendwo sonst auf der Welt“. Und er meint das durchaus positiv. Altmann landet in Klöstern und buddhistischen Meditationszentren und schildert seine ganz persönlichen Erfahrungen mit den Lehren der östlichen Weisheit. Sein neues Buch ist ein Plädoyer gegen alles Trost- und Freudlose, es ist aber auch eine spannende Reise ins Innere der Seele, brillant geschrieben und vor allem kein bisschen esoterisch.

Kölner Stadtanzeiger:

Andreas Altmann ist so etwas wie der Superstar der deutschen Reiseschriftsteller. Er verfasst keine Reiseführer, sondern Reportagen, zum Beispiel von seinen Erlebnissen bei der „Reise durch einen einsamen Kontinent“ (Südamerika) oder „im Land der Regenbogenschlange“ (Australien). Das brachte ihm mehrere Preise ein. Sein neues Buch hat den provokant wirkenden Titel „Triffst du Buddha, töte ihn!“ Das er im Untertitel einen „Selbstversuch“ nennt, mal kommentiert er es. Der Buddhismus ist ihm ein Anliegen, über viele Jahre hat er sich immer wieder mit ihm beschäftigt. Eine Heilslehre sucht er dennoch nicht. Vielmehr ist er auf der Suche nach einer Technik, die ihm und anderen mehr Glück ins Leben bringt. Auch das Indien außerhalb des Meditationszentrums kommt in dem Buch vor – so wie es jeder Reisende erfährt, der sich näher darauf einlässt. Altmann liebt harte Formulierungen und drastische Bilder. Immer mal wieder gibt er dem fetten und selbstzufriedenen Westen im Nebensatz einen Schlag mit. Dann lehnen sich einige der Zuhörer im studio mit dem Sektglas in der Hand in ihren Stühlen zurück und lachen herzhaft, als hätten sie nichts damit zu tun. Nur das Bild vom Buddha-Töten, daran ist Altmann ganz unschuldig. Ganz zum Schluss erläutert er, dass es aus dem Buddhismus selbst kommt. Gemeint ist, dass man keinen Lehrer, keinen Meister und keinen Gott braucht: „Der spirituelle Lehrer ist nur Wegweiser. Du musst dein eigener Meister werden.“ Altmann hat das beherzigt. Nach seiner Rückkehr verschenkte er seine fünf Buddha-Statuen: „Schmerzloser hatte noch nie eine Hinrichtung stattgefunden.“