Im Land der Regenbogenschlange

Im Land der Regenbogenschlange

Im Land der Regenbogenschlange

Unterwegs in Australien

 

Verrisse:

(Endlich der erste offizielle Verriss. Peter A. Bruns hat sich durch die 319 Seiten gequält. Sein Urteil soll umso mehr gelten, als er selbst – im Eigenverlag – ein Buch (“Australia mon amour“) zum Thema vorgelegt hat. Genug der Vorschlusslorbeeren, jetzt aber Peter August mit einem wütenden Auszug aus seiner Kritik): “….Andreas Altmann flog also nach Australien, doch während des Lesens meinte ich, “Einer flog übers Kuckucksnest“. Die Seiten sind voll von Paris-Hilton-Typen, Burkini-Storys, sogar Prinzessin Diana und Prince Charles kommen vor und die BBC, die ABC und Tom Dick and Harry. O-Ton: “Man will schmunzeln, und dann will man schreien“. Wie wahr. Seine überhebliche Kritik, in sein literarisches Werk wahllos eingestreut, an jeder Unvollkommenheit der Menschen nörgelnd, sein ständig erhobener Zeigefinger nervte mich zunehmend. Dass die Welt mindestens zu 49% von Dummheit regiert wird, wissen wir Bücherwürmer ja. Altmann schreibt auch durchaus schöne und interessante, lesenswerte Zeilen über Australien und die Landschaft, die Menschen die er dort traf. Doch……“

Lobreden:

BUCHPROFIL: Als kritsche Lektüre sehr zu empfehlen, denn das Buch ist anstößig im besten Wortsinn.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG: …Das Ganze ist fesselnd und wunderbar geschrieben.
BERLINER LITERATURKITIK: (…) Andreas Altmann ist kein objektiver Reiseführer (…) Er lässt sich ein mit Haut und Haaren, geht ganz nah ran – und er kann unnachahmlich gut schreiben. (…) Er ist ein meisterlicher Reporter des Lebens, das auf alle Fälle. Wie sagt er es selbst: „Dem Leser einen dicken Brief schreiben, ein Buch eben, das scheint mir bis zum heutigen Tag das probateste Mittel, um uns von der Welt und dem Staunen über sie zu erzählen.“ (…) Es ist ein Genuss, ihn zu lesen.
BRIGITTE: Der beneidenswerte, weil hauptberuflich herumreisende Autor schürt mit dieser Reportage über Australien kräftig das Fernweh seiner Leser. Bei mir der zuverlässigste Auslöser von Tagträumen.
BADISCHE ZEITUNG: Andreas Altmann wäre nicht Altmann würde er sich nicht immer wieder Zeit und Geduld nehmen, fremde Welten auf eher unbequeme Weise zu ergründen. Der in Paris lebende Reiseschriftsteller und Egon-Erwin-Kisch Preisträger hat sich aufgemacht, die Weiten des australischen Kontinents zu erforschen – ganz und gar außerhalb der ausgetretenen Pfade. Altmann war mit dem Bus unterwegs ubnd plauderte neugierig mit vielen Menschen, die er bei seiner Rundreise getroffen hat. Er schwatzt in einem Pub in einem kleinen Kaff mit den Jungs am Tresen, er zieht mit kriminellen Preisboxern durchs Outback oder lässt sich in einem Überlandbus vom Fahrer mit allerlei peniblen Verhaltensvorschriften drangsalieren. Altmann interessiert sich mehr für Leute als fürs Land – er erzählt süffisant und nicht selten auch ganz schön bissig von seinen oft kuriosen Begegnungen mit australischen Normalos. So will Weltenbummler Altmann kein Reiseführer sein, sondern ein Geschichtenerzähler. Und dass er das besser kann als viele andere, kann man auf den mehr als 300 spannenden Seiten nachlesen.
THÜRINGER ALLGEMEINE: “Im Land der Regenbogenschlange“ suchte der in Paris lebende deutsche Schriftsteller dieses Mal seine Geschichten. Altmann ist einer, der nicht reist, um die Sehenswürdigkeiten eines Landes zu beschreiben. Er reist, um Menschen zu begegnen, deren Geschichten aufzuspüren und aufzuschreiben. Sie sind für den Abenteurer die Abenteuer, die er sucht. Was er dabei ans Tageslicht bringt, sind anrührende und unfassbare Beichten von Männern und Frauen, die nicht in das gesellschaftlich genormte Klischee passen (…) Um die Storys aus der Tiefe der menschlichen Seele zu fischen, schont sich Altmann nicht. Er ist keiner, der aus diskretem oder sicherem Abstand schreibt. Er riskiert auf seiner 25000-Kilometer-Reise durch Australien (fast) alles, um selbst dabei zu sein. (…) So intensiv seine Begegnungen sind, so intensiv und hitzig sind seine aufgeschriebenen Unglaublichkeiten. Damit rüttelt er das Gewissen der Leser, schüttelt Gefühle und Ansichten kräftig durch. Diese Zumutung ist glatte Absicht des Autors. Lesen und reisen soll anstrengen, ist seine Maxime. Weil das reicher macht: im Kopf und im Herz. „Im Land der Regenbogenschlange“ lässt Australien von seiner weniger bekannten Seite intensivst erleben. Nicht als Reiseführer, sondern als Geschichtenbuch. Über den Weg wundersamer Geschichten vermittelt der Autor sowohl Wunder als auch Schrecken des fünften Kontinents.
AUGSBURGER ALLGEMEINE: Australien von innen. Andreas Altmann auf Reisen. Er ist abenteuerlustig, radikal und poetisch – ein Reiseschriftsteller in der Nachfolge von Bruce Chatwin. Andreas Altmann wird selten von Zweifeln am eigenen Tun geplagt. Hitzköpfig und ohne jede Distanz schreibt er sich die Wut von der Seele. Trotzdem oder gerade deshalb sind seine Reisebücher – alles andere als die üblichen Reiseführer – ein echtes Erlebnis. Für Altmann muss das Reisen dem Reisenden Gefühle zumuten, die anstrengend sind und reich machen. In diesem Sinne hat seine Reise durch den fünften Kontinent den vielseitigen Autor, der auch schon mal als Dressman, Schauspieler oder Spüler sein Geld verdiente, überreich gemacht. Er hat keine Strapazen gescheut, um das Land von innen kennenzulernen, seine grandiose Schönheit und seine hässliche Fratze, die sich in gierigen Geschäftemachern ebenso manifestiert wie in unbelehrbaren Rassisten und skrupellosen Ausbeutern. Altmann hat Tage und Nächte im Greyhound verbracht und sich in die Wüste schicken lassen, hat mit verbitterten Aborigines geredet und den Lebensgeschichten großartiger Männer und Frauen gelauscht. Er hat pulsierende Städte durchstreift und selbst das graue Canberra überstanden. Er hat sich mit Australiens Legenden auseinandergesetzt und in Museen nach der Seele des Kontinents gefahndet. Er hat sich einige Schrammen geholt, aber vor allem viel Lebensfreude. Sein Buch über die lange australische Reise ist ein “vehementes Ja“ geworden – an die australische Welt, und es ist ein betörendes Stück Reiseliteratur. All jenen ans Herz gelegt, die nicht das Australien der Reisekataloge suchen, die Hintergründe wissen wollen, auch solche, die wehtun.