Reise durch einen einsamen Kontinent

Reise durch einen einsamen Kontinent

Reise durch einen einsamen Kontinent

Unterwegs in Kolumbien über Ecuador, Peru, Bolvien und Chile

 

Verrisse:

Noch keine offiziellen, nicht in Zeitungen, nicht im Radio. Dafür hat ein Todgelangweilter aus Köln zugeschlagen, in Amazon. Er erinnert uns an die guten alten Zeiten der Bücherverbrennungen. Hier das Todesurteil von Laurin Krechting: “Ein langweiliges Buch. “Es liest sich zäh, kommt ewig nicht voran, die beschriebenen Szenen sind langweilig, man bekommt kein Gespür für die Länder und den Kontinent. Fazit: Es ist keine gute Idee, das Buch als Weihnachtsgeschenk zu verschenken. Besser taugt es als Heizkraftstoff an kalten Winterabenden, dann freut sich wenigstens der Kamin drüber.“

Lobreden:

BAYERISCHER RUNDFUNK: Nichts kommt auf dieser Reise aus zweiter Hand, alles wird selbst gedacht und selbst empfunden – mit ansteckender Frische und Intensität. Ein Bericht wie ein Beutebuch, das einen mitreißt in einem unbändigen Allegrissimo Haken schlagender Geschichten. Wir erhalten Einblick in Kalkül und Manie, Verwaltung und Schöpfung, Alltag und Ekstase, Dumpftrunk und Verzweiflung, Ruhm und Verehrung, Leidenschaft und Krankheit. In Südamerika und weit darüber hinaus – denn das alles geht uns so oder anders ja auch an.
BERLINER MORGENPOST: Andreas Altmann reist durch fünf südamerikanische Länder, und er redet dabei von Tom Kummer und nicht von Machu Picchu. Er trifft Alte, Kranke, Bettler und denkt an Pablo Neruda und dessen Kampf gegen die Trägheit des Herzens. Altmann saugt in seiner lebendigen Sprache begierig alle Sinneseindrücke auf. Nicht um von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu führen, sondern um in jeder Menschenbegegnung eine Erklärung für die Welt zu finden.
DIE WELT: Vergleiche mit großen Namen haben stets was von der ranschmeißerischen Verkaufstaktik in der Manier des Billigen Jakob. Aber da es einem guten Zweck dient: Wenn es einen deutschen Reiseschriftsteller vom Kaliber eines Bruce Chatwin gibt, dann ist dies Andreas Altmann. Der gute Zweck? Leser beglücken. Jene, die Altmann noch nicht kennen. Die anderen, die von seinen grandiosen Texten infiziert sind, warten eh begierig auf jede Neuerscheinung. Seine aktuelle “Reise durch einen einsamen Kontinent – Unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile“ ist ein wunderbares Beispiel für die große Stärke des leidenschaftlichen Herumtreibers und Geschichten sammelnden Schönschreibers. Er findet Worte, die nur einem belesenen, sensiblen und hellwachen Geist entspringen können.
DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN: …Nun gibt es ja Reisende zuhauf, Altmann versteht sich als einer, der ein Land nicht als Solarium begreift, sondern als Territorium, wo ihm die Einwohner etwas beibringen. Über sich, über ihn, über den Stand der Dinge. Dass er Spanisch beherrscht, erleichtert die Sache bei seiner viermonatigen Tour durch Südamerika. Alles kann und wlll er anscheinend dann doch nicht verstehen. Die Frömmigkeit der Lateinamerikaner befremdet ihn, da kehrt er immer wieder, obwohl er selbst in einem Zen-Kloser in Japan und bei einem Guru in Indien gelebt hat, den überheblichen Agnostiker heraus. Ansonsten wird beim Lesen des Buches “Reise durch einen einsamen Konitinent“ rasch klar, warum Altmann für seine in diversen Magazinen abgedruckten Reportagen mit Preisen überhäuft wurde.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG / FAZ: …Altmann schreibt keinen Reiseführer, Mal flüchtig, mal auf der Durchreise, mal nah und intensiv erzählt er die Lebensgeschichten der Menschen, denen er begegnet…Altmann sucht die Nähe, hört zu, fragt nach und kommentiert. Aus ihren schönen, traurigen und manchmal lustigen Geschichten setzt er ein schemenhaftes, nachdenklich machendes Porträt der Andenländer zusammen.
HÖRZU: Er ist ein meisterlicher und weit gereister Reporter des Lebens – nun weckt Andreas Altmann Fernweh nach Südamerika. Weise und unaufgeregt schildert der Weltenbummler kleine Geschichten des Alltags. Klingelnde Handys im kolumbianischen Gottesdienst, geschäftstüchtige Quacksalber in Ecuador oder bolivianische Zeitungsberichte – der Autor findet überall den kurzen Moment des aberwitzigen Glücks im Schatten von Armut, Terror und Zerstörung. Er hadert mit dieser Welt, bleibt dabei aber immer ein großer Menschenfreund. Die Lektüre macht Lust, die Koffer zu packen und fremde Kulturen zu erforschen.
MÜNCHNER ABENDZEITUNG: Der kühle Titel des Buches täuscht; Es ist eine hitzige, im Stakkato geschriebene Reportage, deren Episoden dem Leser wie ein Tropengewitter den Kopf waschen. Wo immer der Autor in Kolmbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile aus dem Bus steigt, trifft er Leute, deren Geschichten viel über das Leben in dem von Gewalt und Misswirtschaft erschütterten Kontinent verraten…Wer wie Altmann das Authentische liebt, hasst das Leben aus zweiter Hand…Roland Schulz (Anmerkung: Der Kritiker der Abendzeitung stellte noch einen anderen Autor vor, der auch ein Buch über Südamerika veröffentlicht hat) sprach mit einem Bergmann über das Innere des Silberbergs. Ob er selbst drin war, bleibt in der Reportage offen. Altmann holte sich in der Tiefe blutige Hände. Der sanfte Beobachter Schulz wäre gewiss ein angenehmerer Gefährte als der jedes Extrem auskostende Altmann auf seiner Selbsterfahrungsreise. Aber die eitle Egomanie macht ihn zum aufregenderen Autor.
TAGESSPIEGEL: …Die Suche nach Menschen und deren Schicksalen und Geschichten treibt Altmann vorwärts. Dabei scheut er nicht vor verwanzten Herbergen oder lebensgefährlichen Vierteln zurück. Er sucht sie sogar…Der Kisch-Preisträger spielt mit Sprache. Keine Phrasen, keine Füllwörter vermüllen seine Texte. Sein Markenzeichen – wenn man das so sagen kann. Dabei ist er Autodidakt. Er ist rastlos, es zieht ihn in die Welt. “Reisen durch einen einsamen Kontinent“ ist das zehnte Buch Altmanns. Sein neues Werk ist eine Reisereportage, die aus vielen Kurzreportagen besteht. Es existiert kein Höhepunkt, keine eigentliche Handlung. Altmann selbst, der nicht ganz uneitle Erfolgsautor, ist der rote Faden im Buch. Er reist und trifft Menschen. Manche mag er, andere verabscheut er. Dabei hat er eine eindeutige Einteilung: Menschen mit Lebensmut und Geist schätzt er, Schwätzer sind für ihn uninteressant. Altmann hat mit diesem Buch keinen Reiseführer für Südamerika vorgelegt, auch wenn man vieles über die verschiedenen Länder und deren Bewohner lernt. Aber das Buch ist eine Inspiration für ein anderes, wacheres Unterwegssein. Ganz gleich wohin.
THÜRINGER ALLGEMEINE: Er war unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile. Es war eine anstrengende Reise, die Reporter und Berufsreisender Andreas Altmann unternommen hat. Denn er suchte für seine Reportagen nicht territoriale Schönheiten oder unendlich oft beschriebene touristische Attraktionen. Er suchte die Nähe zu den Menschen, um ihnen Geschichten über ihr Leben zu entlocken. Entstanden ist ein wunderbar intensives, witziges, in Herz und Hirn dringendes Reisebuch. Mit seinem intensiven Reisebuch lässt Andreas Altmann mitfühlen, mitleiden, mitfreuen. Er weckt tiefes Mitgefühl und schreckliche Wut auf schockierende Ungerechtigkeiten und herrschendes Elend. Und er weckt Achtung vor dem unbeugsamen Lebenswillen. “REISE DURCH EINEN EINSAMEN KONTINENT“ ist kein sentimentales Buch. Es ist bis zur letzten Seite ein fesselnder Bericht über den Zustand in der Welt, der den Leser immer wieder zum Staunen bringt, wunderbar kritisch, wunderbar nachdenklich, wunderbar humorvoll.
DEUTSCHLANDRADIO: …Nein, travel prose hat in Deutschland keine wirkliche Heimstatt – schon gar nicht in jener “Reiseliteratur”, die höchstens für Touristen interessant ist und in oftmals recht betulichem Stil darüber aufklärt, was alles so geschehen kann, wenn man Indien per Fahrrad oder Grönland auf Stelzen durchquert …Um genau diesen Hintergrund sollte man vielleicht wissen, um die Bücher des weltreisenden Solitärs Andreas Altmann nicht nur zu schätzen, sondern sie vor allem als Literatur wahrzunehmen, für welche wiederum – sorry, liebe Traditionsfreunde – ein englisches Wort zur Verfügung steht: Non fiction prose, in ihrer beschreibungsfrohen Subjektivität keineswegs zu verwechseln mit einem “Sachbuch” …Altmann, unter anderem ausgezeichnet mit dem Kisch- und Seume-Literaturpreis, begibt sich diesmal auf eine “Reise durch einen einsamen Kontinent – Unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile” …Was Andreas Altmann – ehemaliger “Geo”-, “Stern” und “Merian”-Reporter, aber nie infiziert von journalistischer Routine-Rhetorik – in Südamerika sieht, hört, riecht und schmeckt, wird ihm nämlich zu einer Sprache, die sinnlich und reflektiert zugleich ist …Ja, es ist ein Genuss, die Prosa dieses abenteuerlustigen Menschenfischers zu lesen, eine Prosa, die in nahezu jeder Zeile an Albert Camus’ Lebens-Resümee denken lässt: “Das Elend hinderte mich zu glauben, dass alles unter der Sonne und in der Geschichte gut sei, doch die Sonne lehrte mich, dass die Geschichte nicht alles ist.”