Sucht nach Leben

Sucht nach Leben

Sucht nach Leben

Geschichten von Unterwegs

 

Verrisse:

bisher noch keine

Lobreden:

DEUTSCHLAND RADIO: Andreas Altmann jedoch hat diese unverwechselbare Sprache – seinen ganz eigenen, erdigen, schroff-zärtlichen, zupackenden und dem Wortspiel nicht abgeneigten Sound. Denn ob nun im weiten Asien oder vor der eigenen Haustür: Ein Wunder ist nur dann ein Wunder, wenn es sich einfangen oder zumindest ahnen lässt im Wort. “Schreiber und Leser als Goldgräber und Schatzjäger. Die Sprache als Mittler, als Verbündeter zwischen allen, die hungern und dürsten”, heißt es deshalb bereits im Vorwort zu jenen “wunderbar wunderlichen Versuchungen”, an denen Altmann uns Leser teilhaben lässt – voll sympathischer Neugier auf sich und die Welt. “Gerettet, denn mit ihm ist göttliches Staunen”, schrieb einst Czeslaw Milosz in einem berührenden Altersgedicht. Ähnliches ließe sich sagen über “Sucht nach Leben“, diesem Weltentdeckungsbuch.
BERLINER LITERATURKRITIK…Andreas Altmann, der Travelwriter, der “unentwegt Bewegte“, der rastlose Glücks- und Daseinssucher, hat 60 Storys in zehn Kapiteln zusammengestellt, abenteuerliche Episoden, literarische Fundstücke zwischen Feature, Reportage und Short Story – Geschichten, die den Leser anspringen, die unter die Haut gehen, sich einbrennen ins Hirn….Er ist ein betörender Fabulierer, ein begnadeter Storyteller, dem man gebannt zuhört und lauscht.
AUGSBURGER ALLGEMEINE: Reisen um zu staunen….Andreas Altmann, der Vielgereiste, der sich nicht mit der Außenansicht begnügt, sondern eintauchen will in die fremden Leben, in die andere Kultur, arbeitet nicht mit dem Skalpell, sondern mit der Axt – oder dem Presslufthammer, wie er in der Einleitung zu der Sammlung von Reise-Geschichten einräumt, die dem Titel “Sucht nach Leben“ mehr als gerecht werden. Denn der Mann will einfach alles: den Schmutz und das Grauen, die Schönheit und den Glanz, die Sonne und den Sternenhimmel, die Hölle und das Paradies. Und er scheut keine Anstrengung, um sich zu holen, was ihm seiner Meinung nach zusteht: Erkenntnis….Trotz all seiner Reisen hat Altmann das Staunen nicht verlernt – Ja, er ist ein Süchtiger, der vom Leben nicht lassen kann und nicht vom Schreiben, das er als Glück empfindet. Ein Glück im übrigen auch für den Leser, der durch die Lektüre dieser kurzen Geschichten unsanft, aber effektiv aus seiner Alltagslethargie gerissen wird.
PLAYBOY: Andreas Altmann kennt die Welt. Denn der einstige Dressman, Anlageberater und Straßenbauarbeiter gibt für seinen Job als Reiseschriftsteller alles: Er weiß, wie es ist, mit einer Geisha zu speisen. Wie es auf dem härtesten Strich der Welt zugeht und warum 1100 Kilometer zu Fuß nie langweilig werden. “Sucht nach Leben” ist das bedingungslose Bekenntnis zum Nomadentum. Harte, kurze Storys von einem, der auszog, etwas zu erleben: und zwar ohne Rolex, Bentley oder goldene Visa-Karte.
GLANZUNDELEND: Mit “Sucht nach Leben“ liefert der umtriebige Reisende Andreas Altmann eine tour de force komprimierten Weltwissens, die die Bandbreite zwischen Aphorismus, Feature und Reportage mühelos abdeckt….Wer sich von der tough-guy-Fassade nicht abschrecken lässt und sich die Mühe macht, den Blick dahinter zu riskieren, bekommt mit Sucht nach Leben eine Ahnung davon, was es heißt, als “Schreiber, der nebenher reist“ (Altmann über Altmann) unterwegs zu sein. Wohl geht es darum, die Schätze der Welt zu entdecken. Doch ist Altmann keiner, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, von A nach B zu gelangen und die bereisten Orte mehr oder weniger detailverliebt zu skizzieren. Auch sind die Preziosen nicht immer nur funkelnd schön. Bisweilen sind die Fundstücke verstörend, schmerzhaft, haltlos….In 60 Geschichten erzählt Altmann vom Reichtum der Welt: “Von den wunderbar wunderlichen Versuchungen und Belohnungen, die sie für jeden Welthungrigen bereithält. Schreiber und Leser als Goldgräber und Schatzjäger. Und die Sprache als Mittler, als Verbündete zwischen allen, die hungern und dürsten.“ Schreiben sei das einzige, was er kann, hat Andreas Altmann einmal über sich gesagt. Dass er es kann, ist unbestritten – nicht umsonst wurde er mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, dem Seume-Literaturpreis, dem Reisebuchpreis und anderen Auszeichnungen bedacht….Wer sich auf seine Sucht nach Leben, auf seine gänzlich unakademische, weltkluge Erzählweise, auf sperrige Ansichten, auf teilweise schnörkellose Kürze einlässt, wird belohnt: das Buch ist eine Fundgrube, in der man verzaubert wühlen kann. Eine Geschichtensammlung als Trip durch Lebens- und Daseinszustände, wahrgenommen von einem Beobachter, der mit wachen Sinnen und einem leistungsfähigen Hirn durch die Welt zieht. Und seine Erkenntnisse in eine betörend intensive, spielwitzige Sprache packt, die dem Klischee des rasenden Reporters, der gehetzte Texte in die Tastatur hämmert, eher widerspricht. “Sprache“, so schreibt Andreas Altmann im Vorwort, “soll mir helfen, nicht aus der Welt zu fallen“.